Technischer Deep-Dive & Netzwerkarchitektur

🛠️ Das 5€-FritzBox-Setup & Netzwerkkonfiguration

Die Basis des Netzwerks bildet eine recycelte AVM FritzBox 7362SL, auf der ein sauberes OpenWrt 24.10 läuft. Das Samsung Galaxy A3 (postmarketOS mit Mainline-Kernel) fordert beim Anschluss über USB standardmäßig das moderne CDC NCM (Network Control Model) Protokoll an.

Damit OpenWrt die Netzwerkkarte des Telefons erkennt, wurde das passende Kernelmodul manuell nachgeladen:

OpenWrt Terminal:
opkg update && opkg install kmod-usb-net-cdc-ncm
modprobe cdc_ncm

⚡ Das "Geschiss" mit nftables (Firewall-Fix)

Weil postmarketOS standardmäßig extrem restriktiv konfiguriert ist, blockiert die interne Firewall jegliche Anfragen von außen. Ohne explizite Freigabe in der /etc/nftables.nft blieben Dienste wie der Filebrowser oder Nginx komplett unerreichbar.

Die Rettung brachte das saubere Einfügen der Docker- und Service-Ports direkt in die chain input:

Auszug aus /etc/nftables.nft:
# Erlaubte Ports für Cluster-Dienste
tcp dport 6060 accept comment "Cluster Dashboard"
tcp dport 9090 accept comment "Filebrowser Web UI"
tcp dport 8000 accept comment "Sony Node OpenWebUI"

Nach dem Laden via sudo nft -f /etc/nftables.nft lief der Traffic fehlerfrei durchs Kabel.

🐳 Docker Infrastruktur & Deployment

Das Nginx-Dashboard läuft isoliert in einem Docker-Container auf Port 6060 und liest die HTML-Dateien direkt aus dem lokalen Verzeichnis aus. Das Deployment erfolgt über folgenden schlanken Einzeiler:

Docker Run Command:
docker run -d \
--name cluster-dashboard \
-p 6060:80 \
-v ~/cluster-dashboard/html:/usr/share/nginx/html:ro \
--restart always \
nginx:alpine

Zusammen mit Nginx Proxy Manager Plus (NPM+) auf der Hauptdomain lässt sich dieses Setup kinderleicht und sicher per SSL ins Internet bringen, damit Freunde den Status des Handy-Clusters live verfolgen können.